Therapie

Therapie ist nicht gleich Therapie

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist eine professionelle Begleitung und Behandlung bei seelischem Leid, inneren Konflikten oder psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Ängsten, Traumata oder psychosomatischen Beschwerden.
In der Therapie schauen wir gemeinsam auf das, was belastet – und auch darauf, woher es kommt. Mein Ansatz ist tiefenpsychologisch: Das bedeutet, wir arbeiten mit dem, was oft unter der Oberfläche liegt – unbewusste Muster, Beziehungserfahrungen oder innere Konflikte, die sich im heutigen Leben bemerkbar machen.

Ziel der Psychotherapie ist es, sich selbst besser zu verstehen, leidvolle Symptome zu lindern und mehr innere Freiheit und Stabilität zu gewinnen.

Psychotherapie oder Psychiater wie unterscheide ich das?

Die Begriffe rund um psychische Gesundheit können verwirrend sein. Hier eine kurze Orientierung:

  • Psychotherapeutin (wie ich): Ich habe Psychologie studiert, eine mehrjährige therapeutische Ausbildung abgeschlossen und bin staatlich approbiert. Das heißt: Ich arbeite mit wissenschaftlich anerkannten Methoden – ohne Medikamente – und bin auf psychotherapeutische Gespräche spezialisiert.
  • Psychiater:in: Psychiater:innen sind Ärzt:innen, die sich auf seelische Erkrankungen spezialisiert haben. Sie dürfen Medikamente verschreiben (z. B. Antidepressiva) und körperliche Ursachen psychischer Symptome medizinisch abklären. Viele Menschen nutzen Psychotherapie und Psychiatrie ergänzend.

Was biete ich in meiner Praxis an?

Ich biete Einzel-, Gruppen- und Paartherapie an.

Einzeltherapie

In der Einzeltherapie steht der individuelle Raum für Ihre Themen im Mittelpunkt. Die Sitzungen finden im vertraulichen Zweiergespräch zwischen Ihnen und mir statt.

Vorteile:

  • Ganz auf Ihre persönliche Geschichte und Ihr Tempo abgestimmt
  • Tiefe, individuelle Auseinandersetzung mit inneren Konflikten möglich
  • Besonders hilfreich bei starkem Rückzugsverhalten, Scham oder sensiblen Themen

Mögliche Grenzen:

  • Es fehlen manchmal Rückmeldungen oder Impulse von anderen
  • Muster in sozialen Beziehungen werden weniger direkt erfahrbar

Gruppentherapie

In der Gruppentherapie kommen mehrere Menschen zusammen, um gemeinsam an ihren Themen zu arbeiten – angeleitet durch eine Therapeutin oder einen Therapeuten.

Vorteile:

  • Soziale Beziehungen und eigene Verhaltensmuster werden direkt im Gruppenerleben sichtbar
  • Rückmeldungen und Resonanz von anderen können sehr bereichernd sein
  • Das Gefühl, „nicht allein zu sein“ mit den eigenen Problemen, kann entlastend wirken

Mögliche Grenzen:

  • Es braucht Offenheit, sich mit anderen auszutauschen
  • Einzelne Themen können weniger tief behandelt werden
  • Anfangs besteht oft Unsicherheit oder Hemmung, in der Gruppe zu sprechen

Paartherapie

Paartherapie richtet sich an Paare, die ihre Beziehung klären, stärken oder entlasten möchten – in Krisenzeiten, bei Kommunikationsproblemen, emotionaler Distanz oder ungelösten Konflikten.

Vorteile:

  • Beide Perspektiven werden gehört und verstanden
  • Die Beziehung steht im Mittelpunkt – nicht die „Schuldfrage“
  • Neue Kommunikationsformen und gegenseitiges Verstehen werden gemeinsam erarbeitet

Mögliche Grenzen:

  • Veränderung braucht die Bereitschaft beider Partner
  • Nicht jedes Paarziel ist immer vereinbar – manchmal zeigt sich auch, dass Trennung ein Thema ist
  • Es geht nicht um „Recht haben“, sondern um gemeinsames Verstehen

Was passt zu mir?

Welches Format für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrer Lebenssituation, Ihrem Anliegen und Ihren Bedürfnissen ab. In einem Erstgespräch klären wir gemeinsam, was für Sie aktuell hilfreich sein könnte – manchmal auch in Kombination: z. B. Einzel- und Gruppentherapie ergänzend.